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Hilfe für Vertriebenen im Nordosten Kongo
Ärzte ohne Grenzen hilft Vertriebenen im Nordosten
> der Demokratischen Republik Kongo
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen
startet ein medizinisches Nothilfeprogramm für Vertriebene in der Provinz
Ituri in der Demokratischen Republik Kongo. Seit Ende Januar sind tausende
Menschen vor Kämpfen zwischen verschiedenen Rebellengruppen in der Region im
Nordosten des Landes geflohen.
Etwa 7.000 Vertriebene haben sich in der Ortschaft Che niedergelassen und
benötigen dringend medizinische Hilfe, sauberes Trinkwasser und
Nahrungsmittel. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen hat in einer provisorischen
Gesundheitsstation mit Behandlungen begonnen. Die Organisation kümmert sich
auch um die Trinkwasserversorgung. Weil Che relativ hoch liegt, sind die
Menschen besonders nachts sehr tiefen Temperaturen ausgesetzt.
Darüber hinaus hilft Ärzte ohne Grenzen fünf- bis siebentausend Menschen,
die in Kawa am Ufer des Albertsees Zuflucht gesucht haben. Das Dorf ist nur
per Boot erreichbar. Unter den Vertriebenen wurden zahlreiche Fälle von
bakterieller Ruhr diagnostiziert. Diese Durchfallerkrankung wird vor allem
bei schlechten hygienischen Verhältnissen übertragen. Um die
Ansteckungsgefahr zu verringern, stellt Ärzte ohne Grenzen sauberes
Trinkwasser bereit. Weil nur wenige der Kinder unter fünf Jahren gegen
Masern geimpft sind, bereitet sich Ärzte ohne Grenzen auf eine Impfkampagne
vor. Ein zusätzliches Team wird in den nächsten Tagen in Zelten eine
Gesundheitsstation errichten.
Seit Ende Januar 2005 haben Kämpfe zwischen kongolesischen Rebellengruppen
in der Region Djugu in der Provinz Ituri massive Vertreibungen ausgelöst.
Neben den Menschen, die in Che nördlich von Bunia und in Kawa am Albertsee
Zuflucht suchen, sind weitere 3.000 Kongolesen aufgrund der Kämpfe ins
benachbarte Uganda geflohen. Dort kümmert sich Ärzte ohne Grenzen zusammen
mit anderen Hilfsorganisationen um die Gesundheitsversorgung der
Flüchtlinge.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit Juni 2003 in Ituri im Nordosten der
Demokratischen Republik Kongo. Auch in der umkämpften Provinz Nord-Kivu
unterstützt die Organisation die Bevölkerung mit medizinischer Hilfe und
Ernährungsprogrammen. Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1981 in dem Land.
Quelle:
MSF
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